Haustechnik - Warmwasser Aufbereitung WP

Warmwasser Aufbereitung mit einer Luft-Wärmepumpe ab 11.2019


Im 12 Jahre alten Niedrigenergiehaus werkte bisher ein Gastherme zur Aufbereitung des Heizwassers in der kalten Jahreszeit und bereitete auch das Warmwasser für den täglichen Gebrauch auf. In den warmen Monaten unterstützte auch ein Solarthermie-Modul die Warmwasseraufbereitung.

Vor einem Jahr deaktivierte ich die Warmwasserheizung komplett und ersetzte diese durch Infrarot Paneele.
Diese Art zu heizen ist für uns perfekt, da die überbordeten Probleme einer Konvektions-Heizung mit einem Schlag weg waren.

Die beiden "Bilder" an der Rückwand sind die Heizpaneele.


Der nächste Schritt ist die komplette Deaktivierung der Gastherme. Ebenso die Entfernung des Thermo-Solarmoduls und die Stilllegung des Gasanschlusses.

Die Warmwasser Aufbereitung übernimmt ab sofort eine Luft-Wasser Wärmepumpe von Ochsner.
Diese WP besteht aus einem 250 Liter Kessel mit einer aufgesetzten Wärmepumpe.
Die Montage war ein kleines Abenteuer, den das Teil hat über 140 kg und musste über eine schmale Treppe in den Keller transportiert werden. Eine Millimeterarbeit mit geringen Schäden und viel Krafteinsatz von vier Personen.
Das Gerät war relativ schnell aufgestellt und angeschlossen an den bestehenden Wasserkreislauf.
Der Stromanschluss ist unkompliziert muss nur mit mit 16 Ampere abgesichert sein.

Ochsner Luft Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung


Die erste Inbetriebnahme nach der einfachen Programmierung funktionierte nach der Auffüllung mit Wasser ohne Probleme.
Bis die voreingestellte Temperatur von 52 Grad erreicht wurde, vergingen ein paar Stunden.
Die prognostizierten Verluste der Raumtemperatur im Keller hielt sich in Grenzen.
Wir hatten im Oktober und November so an die 21 - 20 Grad bei einer Luftfeuchte von ungefähr 60 - 65 %. Das bedeutet, für Lebensmittel zur Aufbewahrung zu warm. Jetzt erreichen wir im Mittel 2 - 2 1/2 Grad weniger und eine Luftfeuchte von 55 -52 % . Also weniger, als vom Fachmann prognostiziert,
Der befürchtete große Stromverbrauch trat auch nicht ein. Mit einem Messgerät überprüften Leistungswerte innerhalb von 16 Tagen ergaben einen Verbrauch von 29 kwh, mit den zur Zeit gültigen Tarif von 21 Cent pro KW ergab das Kosten von  6,09 € für 16 Tage. Also pro Tag rund 38 Cent für das Warmwasser für einen 2 Personen Haushalt. Und, wir sind keine echten Wassersparer beim Duschen....
Der nächste Schritt in Sachen Heizung und Warmwasser Aufbereitung ist die Ergänzung mit einer Fotovoltaik Anlage im kommenden Frühjahr.


Die Anlage wird an die 5 kwp schaffen und produziert genug Strom, um auch in den nicht so sonnigen Monaten den Grundbedarf an elektrischer Energie herzustellen.

Das System wird noch mit einer Speichereinheit in der nächsten Ausbaustufe erweitert, was den 
Eigenbedarf an elektrischer Energie noch besser abdeckt.


Von den realen Kosten noch eine Bemerkung meinerseits. >> Bei allen Kostenerhebungen seitens der "Profis" für Warmwasseranlagen werden natürlich die Anschaffung der Geräte, die entsprechende Verrohrung und die Arbeit angeführt.
Dazu werden die Kosten vom Gas mitberechnet und man erstellt einen ungefähren Schnitt der Energiekosten fürs heizen und Warmwasser.
Was nicht in die Berechnungen einfließt sind die Erhaltungskosten einer solchen Anlage. Diese sind auf das Jahr hochgerechnet nicht zu vernachlässigen. Bei uns ist der 12 Jahresschnitt pro  Jahr ca. 300 Euro für Wartung, Rauchfangkehrer, Gasdruck Prüfung.
Nicht einbezogen sind Ersatzteile und Verschleiß Artikel der Gasheizung.

Die Kosten für die Energie im Jahr 2018 belaufen sich in etwa auf 1480 Euro Energiekosten Strom und Gas, plus den Erhaltungskosten von 300 €. Ergibt gerundet ein Budget von ca. 1800 Euro.
In der Abrechnung 2019 war der Stromanteil für das abgelaufen Jahr mit der neuen Heizung Infrarot 1250 € plus Gas von 220 - ergibt eine Totale von 1470. Dazu muss ich noch die 300 Euro rechnen für die Wartungskosten Gastherme und Rauchfangkehrer.
So, das Gas ist abgemeldet, ebenso der Rauchfangkehrer, da wir auch den Schwedenofen demontiert haben und die Dienste der Rauchfangkehrers mit der Zwangsbeglückung von 140 € nicht mehr benötigen.

Fazit: wir heizen mit dem teuren (?) Strom billiger als mit Gas und auch die Warmwasseraufbereitung ist billiger als mit Gas. Wenn jetzt noch die eigene Stromproduktion dazu kommt, sieht die Geschichte wieder anders aus....

Nachtrag: Ein Interessent fragte kürzlich nach den realen Kosten der "Hardware". Also... alle Infrarot Paneele zusammen, insgesamt 10 Stück plus 8 Thermostaten, abzüglich den von mir genutzten "Sommerrabatt" kosteten 2908,00 Euro, dazu kommen noch ein paar Meter Kabel, klemmen etc.  - in etwa 3000,00 Euronen für die Heizung einer Wohnfläche von rund 110 m²

Die Warmwasser Aufbereitung mit einer Wärmepumpe kostete gerundet 3000,00 Euro inkl. der Montage und Kleinmaterial.

Allerdings fallen KEINE Kosten durch Wartung, Rauchfangkehrer mehr an.
Über die realen Energiekosten werde ich nach einem abgelaufenem Betriebsjahr berichten.

Für Diskussionen bin ich offen... ;-)

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